Erkennst du dich darin vielleicht auch wieder?
- Du hast auf kaum etwas Lust, obwohl du eigentlich Zeit hättest.
- Du siehst andere, die voller Energie sind, etwas unternehmen und scheinbar alles schaffen.
- Du setzt dich selbst unter Druck, weil du genauso sein möchtest.
- Oder du zwingst dich immer wieder, etwas zu tun, obwohl dein Körper eigentlich nur Ruhe möchte.
Viele Menschen kennen solche Phasen und erschrecken darüber. Schnell entsteht der Gedanke: „Mit mir stimmt etwas nicht.“ Oder sogar die Angst, depressiv zu sein. Doch nicht jede Phase der Antriebslosigkeit ist gleich eine Depression.
Warum unser Körper manchmal auf die Bremse tritt
Unser Alltag ist oft geprägt von Terminen, Verantwortung und dem Gefühl, ständig funktionieren zu müssen. Dabei übersehen wir leicht, dass auch unser Körper Grenzen hat. Wenn wir über längere Zeit unter Stress stehen, emotional belastet sind oder uns kaum Erholung gönnen, holt sich der Körper irgendwann die Pause, die wir ihm selbst nicht gegeben haben. Dann fühlen wir uns müde, energielos oder haben einfach auf nichts mehr Lust. Nicht, weil wir faul sind, sondern weil unser System erschöpft ist.
Der Vergleich mit anderen macht alles schwerer
Besonders belastend wird es, wenn wir sehen, wie aktiv andere Menschen sind. Während sie Ausflüge machen, Sport treiben oder ständig unterwegs sind, liegen wir vielleicht lieber auf dem Sofa. Schnell entstehen Gedanken wie: „Warum schaffe ich das nicht?“ „Ich müsste mich einfach zusammenreißen.“ „Alle anderen bekommen ihr Leben besser hin.“ Doch wir sehen bei anderen nur einen kleinen Ausschnitt ihres Lebens. Wir kennen ihre Geschichte, ihre Belastungen oder ihre Kraftreserven nicht. Der Vergleich setzt uns deshalb oft unnötig unter Druck.
Ruhe ist manchmal genau das Richtige
Natürlich gibt es Phasen, in denen Antriebslosigkeit genauer angeschaut werden sollte. Hält sie über längere Zeit an oder kommen weitere Beschwerden hinzu, ist es sinnvoll, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Doch oft brauchen wir nicht mehr Druck, sondern mehr Verständnis für uns selbst. Vielleicht versucht dein Körper gerade nicht, dich auszubremsen. Vielleicht versucht er, dich zu schützen.
Übung: Ehrlich in dich hineinspüren
Vielleicht magst du dich heute einmal fragen: Bin ich wirklich antriebslos oder einfach erschöpft?Wann habe ich mir zuletzt erlaubt, ohne schlechtes Gewissen auszuruhen? Und was würde passieren, wenn ich meinem Körper heute einmal glauben würde? Nicht jede Pause ist ein Rückschritt. Manchmal ist sie genau das, was wir brauchen, um wieder Kraft zu sammeln.
Gedankenarbeit mit piKVT & The Work
In solchen Phasen entstehen häufig Gedanken wie: „Ich bin faul“, „Ich müsste mehr schaffen“ oder „Mit mir stimmt etwas nicht“. Diese Gedanken verstärken den inneren Druck und entfernen uns oft noch weiter von unseren eigentlichen Bedürfnissen. In der Arbeit mit piKVT und The Work geht es darum, solche Gedanken behutsam zu hinterfragen. Nicht, um jede Erschöpfung zu erklären oder eine Diagnose zu ersetzen, sondern um einen verständnisvolleren Umgang mit sich selbst zu entwickeln.
Zum Mitnehmen
Nicht jede Phase ohne Energie bedeutet, dass etwas mit dir nicht stimmt. Vielleicht braucht dein Körper gerade genau das, was du ihm lange nicht gegeben hast: Ruhe. Du darfst:
- Pausen machen
- müde sein
- deinen Körper ernst nehmen
- Vergleiche loslassen
- und darauf vertrauen, dass Erholung kein Zeichen von Schwäche ist.
Wenn du merkst, dass Erschöpfung, Antriebslosigkeit oder ständiger innerer Druck deinen Alltag stark belasten, begleite ich dich in meiner Praxis in Ulm gerne dabei, gemeinsam herauszufinden, was dein Körper und deine Psyche gerade wirklich brauchen.