Fällt es dir auch manchmal schwer, wirklich im Moment anzukommen?
- Du denkst ständig über Vergangenes nach.
- Oder dein Kopf beschäftigt sich ununterbrochen mit dem, was noch passieren könnte.
- Selbst in ruhigen Momenten findest du innerlich kaum Ruhe.
- Und obwohl dein Körper im Hier und Jetzt ist, fühlt sich dein Kopf ganz woanders an.
Viele Menschen erleben genau das. Gedanken kreisen um Sorgen, Erwartungen, Konflikte oder Situationen, die längst vorbei sind. Der Körper bleibt dabei oft dauerhaft angespannt, weil unser Nervensystem kaum noch echte Ruhe erlebt. Dabei findet unser Leben immer nur im gegenwärtigen Moment statt.
Warum es uns so schwerfällt, im Moment zu bleiben
Unser Gehirn versucht ständig, Probleme zu lösen, Gefahren zu vermeiden oder Kontrolle zu behalten. Deshalb springen Gedanken oft automatisch in die Vergangenheit oder Zukunft. Besonders in belastenden Phasen fällt es vielen Menschen schwer, einfach nur im Moment zu sein. Stattdessen entstehen Grübeln, innere Unruhe oder das Gefühl, nie wirklich abschalten zu können. Das bedeutet nicht, dass mit dir etwas falsch ist. Es zeigt nur, wie sehr dein System versucht, Sicherheit zu finden.
Zurück in den gegenwärtigen Moment
Im Hier und Jetzt anzukommen bedeutet nicht, nie wieder nachzudenken oder immer entspannt zu sein. Es bedeutet vielmehr, immer wieder bewusst wahrzunehmen, was gerade tatsächlich da ist – statt nur in Gedanken zu leben. Oft helfen dabei kleine Dinge:
- der eigene Atem
- Geräusche im Raum
- bewusstes Gehen
- ein warmer Tee
- Natur
- oder der Kontakt zum eigenen Körper
Nicht, um Gefühle wegzumachen, sondern um dem Nervensystem zu signalisieren: Gerade in diesem Moment bin ich sicher.
Übung: Einen Moment bewusst wahrnehmen
Vielleicht magst du kurz innehalten und dich fragen:
- Was sehe ich gerade?
- Was höre ich?
- Was spüre ich in meinem Körper?
- Und gibt es in diesem Moment gerade wirklich eine akute Gefahr?
Versuche dabei nicht, etwas perfekt zu machen. Es geht nicht darum, sofort ruhig zu werden. Sondern darum, dich selbst wieder mehr im gegenwärtigen Moment wahrzunehmen. Oft reichen schon wenige bewusste Sekunden, um innerlich etwas mehr Halt zu spüren.
Gedankenarbeit mit piKVT & The Work
Wenn Menschen stark grübeln oder innerlich ständig in der Zukunft oder Vergangenheit festhängen, liegen darunter oft belastende Gedanken wie: „Ich muss alles kontrollieren“, „Ich darf keinen Fehler machen“ oder „Erst wenn alles geklärt ist, kann ich ruhig sein“. In der Arbeit mit piKVT und The Work geht es darum, diese Gedanken achtsam zu hinterfragen und wieder mehr Abstand zu ihnen zu gewinnen. Nicht, um Gedanken zu unterdrücken, sondern um mehr innere Präsenz und Ruhe zu entwickeln.
Zum Mitnehmen
Du musst nicht dein ganzes Leben auf einmal lösen. Manchmal reicht es, kurz stehen zu bleiben und wieder wahrzunehmen, dass dieser Moment gerade da ist. Du darfst: langsamer werden, innehalten, atmen, deinen Körper spüren und immer wieder ins Hier und Jetzt zurückkehren Wenn du merkst, dass Grübeln, innere Unruhe oder dauerhafte Anspannung dich stark belasten, begleite ich dich in meiner Praxis in Ulm gerne dabei, wieder mehr Ruhe und Stabilität im gegenwärtigen Moment zu finden.