Erkennst du dich darin vielleicht auch wieder?
- Ein neuer Lebensabschnitt steht bevor und du freust dich und hast gleichzeitig Angst.
- Du zweifelst plötzlich an deiner Entscheidung und fragst dich, ob das Alte vielleicht doch besser war.
- Du erinnerst dich fast nur noch an die schönen Momente und vergisst, warum du überhaupt etwas verändern wolltest.
- Oder du merkst, wie schwer es dir fällt, loszulassen, obwohl du weißt, dass ein Neuanfang richtig ist.
Veränderungen gehören zum Leben. Trotzdem lösen sie bei vielen Menschen Unsicherheit aus. Selbst dann, wenn wir uns die Veränderung lange gewünscht haben.
Warum wir das Alte plötzlich vermissen
Unser Gehirn liebt Vertrautheit. Das Bekannte gibt Sicherheit, selbst dann, wenn es uns eigentlich nicht mehr guttut. Deshalb passiert häufig etwas Interessantes: Sobald ein Abschied näher rückt, erinnern wir uns vor allem an die schönen Momente. Schwierigkeiten, Enttäuschungen oder die Gründe für die Veränderung treten plötzlich in den Hintergrund. Das Alte wird verklärt, während das Neue vor allem mit Unsicherheit verbunden ist. Doch nur weil etwas vertraut ist, bedeutet das nicht, dass es auch das Richtige für uns ist.
Angst vor dem Neuen ist menschlich
Ein Neuanfang bedeutet immer auch, Bekanntes loszulassen. Wir wissen nicht, was uns erwartet, ob wir uns wohlfühlen oder ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben. Diese Unsicherheit verwechseln viele Menschen mit einem Zeichen dafür, dass die Veränderung falsch ist. Dabei zeigt Angst oft nicht, dass wir auf dem falschen Weg sind, sondern dass wir gerade unsere Komfortzone verlassen.
Abschied bedeutet nicht, dass das Alte wertlos war
Etwas loszulassen heißt nicht, dass die gemeinsame Zeit schlecht war oder nichts bedeutet hat. Menschen, Orte oder Lebensabschnitte können wichtig gewesen sein und trotzdem irgendwann nicht mehr zu uns passen. Wir dürfen dankbar zurückblicken und gleichzeitig den Mut haben, weiterzugehen. Beides darf gleichzeitig existieren.
Übung: Beide Seiten sehen
Nimm dir einen Moment Zeit und schreibe zwei Listen. Auf die erste schreibst du, was du an dem alten Lebensabschnitt vermissen wirst. Auf die zweite schreibst du ehrlich auf, warum du überhaupt bereit warst, etwas zu verändern. Oft hilft diese Übung dabei, das Alte nicht nur durch die rosarote Brille zu betrachten, sondern ein vollständigeres Bild zu bekommen.
Gedankenarbeit mit piKVT & The Work
Vor Veränderungen entstehen häufig Gedanken wie: „Früher war alles besser“, „Was ist, wenn ich einen Fehler mache?“ oder „Vielleicht hätte ich bleiben sollen“. Solche Gedanken sind verständlich, verstärken aber oft die Angst vor dem Neuen. In der Arbeit mit piKVT und The Work geht es darum, diese Gedanken behutsam zu hinterfragen. Nicht, um Abschiede schönzureden, sondern um mit mehr Vertrauen und Klarheit in den nächsten Lebensabschnitt zu gehen.
Zum Mitnehmen
Ein Abschied darf traurig sein. Und gleichzeitig darfst du dich auf das freuen, was vor dir liegt. Du darfst: trauern, dankbar zurückblicken, Angst vor dem Neuen haben, neugierig bleiben und Schritt für Schritt in den nächsten Lebensabschnitt hineinwachsen. Denn manchmal beginnt genau dort etwas Wunderschönes, wo wir den Mut haben, ein altes Kapitel zu schließen. Wenn du gerade vor einem Neuanfang stehst und merkst, dass dich Abschiede oder Veränderungen stark belasten, begleite ich dich in meiner Praxis in Ulm gerne dabei, mit mehr Vertrauen und innerer Sicherheit den nächsten Schritt zu gehen.