Wenn die Angst vor Krankheiten den Alltag bestimmt – und was dahintersteckt

Vielleicht kennst du das:

Ein ungewohntes Ziehen, ein Schmerz, ein Symptom und sofort beginnen die Gedanken zu kreisen. Was, wenn das etwas Ernstes ist? Was, wenn ich etwas übersehe? Die Angst vor Krankheiten kann sehr präsent werden. Sie zeigt sich nicht nur in Gedanken,

sondern auch im Körper: Anspannung, innere Unruhe, ständiges Beobachten. Und oft kommt noch etwas dazu: Das Gefühl, sich dafür schämen zu müssen.

Warum die Angst vor Krankheiten entsteht

Angst vor Krankheiten ist selten nur Angst vor dem Körper. Sie ist häufig Angst vor:

  • Kontrollverlust

  • Ohnmacht

  • Ungewissheit

  • Verlust von Sicherheit

  • dem Alleinsein mit etwas Bedrohlichem

Manche Menschen haben früh erlebt, dass Krankheit plötzlich und unvorhersehbar war,

bei sich selbst oder bei nahestehenden Personen. Andere haben gelernt, sehr wachsam zu sein, um nichts zu verpassen oder falsch zu machen. Diese Wachsamkeit war einmal sinnvoll. Doch sie kann sich verselbstständigen.

Was diese Angst verstärkt

  • ständiges Körper-Scanning

  • häufiges Googeln von Symptomen

  • wiederholte Rückversicherung

  • Katastrophengedanken

  • innere Anspannung

Je mehr Aufmerksamkeit die Angst bekommt, desto realer fühlt sie sich an. Nicht, weil sie „stimmt“, sondern weil das Nervensystem in Alarm bleibt.

Mini-Übung: Wahrnehmen ohne Bewerten

Lege eine Hand auf deinen Bauch. Atme ruhig ein und aus. Sag dir innerlich: „Ich nehme wahr, was da ist ohne es sofort zu bewerten.“ Diese Haltung hilft, den Abstand zwischen Wahrnehmung und Angst zu vergrößern.

Gedankenarbeit mit piKVT & The Work

Typische Gedanken bei Krankheitsangst sind:

  • „Das ist bestimmt etwas Schlimmes.“

  • „Ich habe etwas übersehen.“

  • „Ich bin nicht sicher.“

  • „Mein Körper ist unzuverlässig.“

In der Arbeit mit piKVT und The Work schauen wir:

  • Ist dieser Gedanke eine Tatsache oder eine Befürchtung?

  • Wie reagiert dein Körper, wenn du ihn glaubst?

  • Wer wärst du ohne diesen Gedanken – in diesem Moment?

Aus „Ich bin nicht sicher“ kann langsam werden: „Ich darf Schritt für Schritt prüfen, was wirklich da ist.“ Angst verschwindet nicht durch Kontrolle, sondern durch innere Beruhigung.

Zum Mitnehmen

Angst vor Krankheiten bedeutet nicht, dass du übertreibst. Sie zeigt, dass dir dein Leben wichtig ist. Du darfst:

  • aufmerksam sein, ohne dich zu verlieren

  • zwischen Vorsorge und Angst unterscheiden

  • deinem Körper wieder mehr Vertrauen schenken

  • Unterstützung annehmen

Wenn die Angst vor Krankheiten deinen Alltag bestimmt oder viel innere Unruhe erzeugt, begleite ich dich in meiner Praxis in Ulm gerne dabei, wieder mehr Sicherheit, Vertrauen und Gelassenheit zu entwickeln. Melde dich jederzeit für ein Erstgespräch.