Vielleicht kennst du Situationen…
in denen du etwas erledigst, obwohl du eigentlich keine Energie dafür hast. Du funktionierst, machst weiter, bleibst dran — nicht, weil es dir Freude bringt, sondern weil du das Gefühl hast, es müsse eben sein. Und dann gibt es die anderen Momente: Du tust etwas und spürst plötzlich Leichtigkeit. Du vergisst die Zeit, bist präsent, fühlst dich verbunden mit dem, was du tust. Zwischen diesen beiden inneren Bewegungen liegt ein entscheidender Unterschied: intrinsische und extrinsische Motivation.Beides beeinflusst, wie du dich fühlst und wie gesund oder erschöpft du durch deinen Alltag gehst.
Was ist intrinsische Motivation?
Intrinsische Motivation entsteht von innen heraus. Du tust etwas, weil es dir Freude macht, weil es Sinn ergibt oder weil es dich erfüllt. Typische intrinsische Antriebe sind: Neugier, Interesse, Sinn, Freude, persönliches Wachstum und Leidenschaft Wenn du intrinsisch motiviert bist, fühlt sich das Handeln oft leichter an. Du brauchst weniger Druck, weniger Kontrolle, weniger Anerkennung. Es entsteht eine natürliche Energie.
Was ist extrinsische Motivation?
Extrinsische Motivation entsteht durch äußere Faktoren: Belohnung, Anerkennung, Erwartungen anderer, Abwertung vermeiden, Pflichtgefühl und die Angst vor Konsequenzen. Sie ist nicht „schlecht“, manchmal ist sie sogar notwendig. Doch wenn sie dauerhaft die Hauptquelle deiner Motivation ist, führt das oft zu: Erschöpfung, innerer Spannung, fehlender Freude, Selbstzweifeln und dem Gefühl, nur noch zu funktionieren. Extrinsische Motivation kann antreiben, aber sie kann auch ausbrennen.
Warum dieses Thema so wichtig ist
Viele Menschen leben überwiegend extrinsisch motiviert, ohne es zu merken. Sie erfüllen Erwartungen, funktionieren im Alltag, passen sich an. Doch dauerhaft gegen die eigene innere Stimme zu leben, erzeugt: Stress, Verlust von Lebendigkeit, Überforderung, emotionale Erschöpfung, Freudlosigkeit und Selbstentfremdung. Deshalb ist es so wertvoll, deine eigenen inneren Antriebe wiederzuentdecken.
Mini-Übung: Der Motivationscheck in 60 Sekunden
Nimm dir eine aktuelle Aufgabe, die ansteht. Frag dich:
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Warum möchte ich das gerade tun?
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Tue ich es für mich oder für jemand anderen?
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Welche innere oder äußere Stimme treibt mich an?
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Wie würde es sich anfühlen, diese Aufgabe anders — oder gar nicht — zu tun?
Allein diese kleine Reflexion schafft erstaunlich viel Klarheit.
Gedanken erkennen, die dich extrinsisch motivieren (piKVT & The Work)
Viele extrinsische Antriebe hängen mit inneren Glaubenssätzen zusammen wie: „Ich muss es allen recht machen.“„Ich darf niemanden enttäuschen.“„Ich muss stark sein.“„Ich brauche Anerkennung, um wertvoll zu sein.“„Ich darf keine Fehler machen.“ Diese Gedanken erzeugen Druck — und führen oft dazu, dass du über deine Grenzen gehst. Mit piKVT und The Work schauen wir gemeinsam: Ist dieser Gedanke wahr?
Wie verändert er dein Verhalten? Wie würdest du handeln, wenn dieser Gedanke nicht da wäre? Aus
„Ich muss es perfekt machen“ kann langsam werden: „Es darf gut genug sein.“ Aus „Ich muss Erwartungen erfüllen“ entsteht: „Ich darf Erwartungen überprüfen.“ Aus „Ich brauche Anerkennung“
wird: „Meine innere Stimme zählt auch.“ Sobald die entlastenden Gedanken Raum bekommen, entsteht wieder Platz für intrinsische Motivation, für das, was dir wirklich entspricht.
Zum Mitnehmen
Intrinsische Motivation schenkt dir Energie. Extrinsische Motivation nimmt sie dir, wenn sie dauerhaft überwiegt. Du darfst lernen: auf deine innere Stimme zu hören, Erwartungen zu hinterfragen, Freude wieder als Orientierung zu nutzen und deine Entscheidungen nicht nur nach außen, sondern auch nach innen auszurichten Und du musst diesen Weg nicht alleine gehen. Wenn du spürst, dass du nur noch funktionierst oder deine Motivation verloren hast, begleite ich dich in meiner Praxis in Ulm gerne Schritt für Schritt zurück zu mehr Leichtigkeit und innerer Klarheit. Melde dich jederzeit für ein Erstgespräch.