Müde, erschöpft, ausgelaugt – wenn keine Auszeiten bleiben

Kennst du das Gefühl, innerlich leer zu sein, obwohl du funktionierst?

Du machst weiter, Tag für Tag, und merkst, dass du kaum noch richtig zur Ruhe kommst. Selbst in freien Momenten bleibt da eine innere Unruhe, als würdest du immer auf „Bereitschaft“ stehen. Erschöpfung kommt selten plötzlich. Sie entsteht langsam, wenn du zu lange über deine eigenen Grenzen gehst.

Warum wir weitermachen, obwohl wir müde sind

Viele von uns haben gelernt, stark zu sein. Wir halten durch, übernehmen Verantwortung, funktionieren.

Doch oft steckt dahinter ein alter Glaubenssatz: Ich darf erst ruhen, wenn alles geschafft ist. Nur – dieser Moment kommt nie. Die To-do-Liste wächst, die Ansprüche steigen, und das eigene Bedürfnis nach Erholung rutscht nach hinten. Erschöpfung ist kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Signal deines Körpers: „Ich brauche dich.“

Wer das ernst nimmt, beugt nicht nur Burnout vor, sondern findet auch zurück zu Lebendigkeit.

Wie du wieder auftanken kannst

Auszeiten entstehen nicht von allein, du musst sie dir bewusst nehmen. Das beginnt mit kleinen Momenten: ein paar tiefe Atemzüge, ein Spaziergang ohne Ziel, ein kurzer Moment Stille. Diese Pausen sind kein Luxus, sie sind notwendig, damit dein System sich regulieren kann. Wichtig ist auch, dich zu fragen: Wodurch zehre ich mich aus? Sind es äußere Aufgaben oder innere Ansprüche, die mich antreiben? Manchmal ist nicht der Alltag das Problem, sondern der Druck, immer alles „richtig“ zu machen.

Eine kleine Übung: Die Mini-Auszeit

  1. Setz dich aufrecht hin, leg eine Hand auf dein Herz. Schließ kurz die Augen.

  2. Atme ruhig ein und aus und spüre, wie sich mit jedem Ausatmen etwas Spannung löst.

  3. Sag dir innerlich: „Ich darf anhalten. Ich darf einfach sein. Eine Pause ist genau das, was ich jetzt brauche, damit ich wieder zu mir komme und Kraft sammle für die nächsten Schritte, die jetzt anstehen.“

Bleib ein bis zwei Minuten bei dir. Diese kleinen Momente können mehr bewirken, als du glaubst, wenn du sie dir regelmäßig gönnst.

Zum Mitnehmen

Erschöpfung zeigt, dass du zu lange gegen dich gearbeitet hast. Wenn du lernst, Pausen nicht als Schwäche, sondern als Selbstfürsorge zu sehen, beginnt Heilung. Denn echte Stärke bedeutet nicht, alles zu schaffen, sondern zu wissen, wann genug ist. In meiner Praxis in Ulm begleite ich dich dabei, Wege aus der Erschöpfung zu finden, innere Ruhe aufzubauen und wieder in Kontakt mit deiner Lebensenergie zu kommen.