Vielleicht kennst du das auch?
Manche Menschen fühlen sich besser, wenn sie sich über andere stellen. Andere fühlen sich klein, unsicher oder minderwertig im Vergleich zu anderen. So unterschiedlich diese Reaktionen wirken, sie haben oft dieselbe Wurzel. Denn beides hat weniger mit den anderen zu tun und mehr mit dem eigenen Selbstwert. Vergleiche geben kurzfristig Orientierung. Langfristig rauben sie jedoch innere Ruhe.
Warum wir uns vergleichen
Vergleichen ist menschlich. Unser Gehirn sucht ständig nach Einordnung. Doch wenn der eigene Wert unsicher ist, wird der Vergleich zur Strategie:
-
Sich überlegen fühlen → Schutz vor Ohnmacht
-
Sich unterlegen fühlen → Anpassung, um dazuzugehören
Beide Muster dienen einem Zweck: Sicherheit herstellen. Doch Sicherheit, die vom Vergleich abhängt, bleibt instabil.
Was das mit Beziehungen macht
Wenn wir uns innerlich über andere stellen:
-
verlieren wir echte Verbindung
-
entstehen Abwertung oder Distanz
Wenn wir uns unterordnen:
-
verlieren wir unsere Stimme
-
entstehen Anpassung und innere Wut
In beiden Fällen fehlt Augenhöhe. Und ohne Augenhöhe wird Beziehung anstrengend.
Mini-Übung: Zurück zu dir
Wenn du dich das nächste Mal vergleichst, halte kurz inne und frage dich: „Was sagt dieser Vergleich gerade über mich aus – nicht über die anderen?“ Diese Frage holt den Fokus zurück dorthin, wo Veränderung möglich ist.
Gedankenarbeit mit piKVT & The Work
Häufige Gedanken hinter Vergleichsmustern sind:
-
„Ich bin besser / schlechter als andere.“
-
„Ich muss mich abheben.“
-
„Ich genüge nicht.“
-
„Ich darf nicht schwach sein.“
In der Arbeit mit piKVT und The Work schauen wir:
-
Ist dieser Gedanke wirklich wahr?
-
Wie fühlt sich dein Körper an, wenn du ihn glaubst?
-
Wer wärst du ohne diesen inneren Vergleich?
Aus „Ich bin weniger wert“ kann langsam werden: „Ich muss mich nicht einordnen, um wertvoll zu sein.“ Selbstwert entsteht nicht im Vergleich, sondern in Beziehung zu dir selbst.
Zum Mitnehmen
Sich über andere zu stellen oder sich unterzuordnen, sind zwei Seiten derselben Unsicherheit. Du darfst:
-
dich nicht mehr messen
-
dich nicht kleiner machen
-
dich nicht erhöhen müssen
-
auf Augenhöhe bleiben mit dir selbst und anderen
Wenn du merkst, dass Vergleiche deinen Selbstwert bestimmen oder Beziehungen belasten, begleite ich dich in meiner Praxis in Ulm gerne dabei, wieder mehr innere Stabilität und Selbstannahme zu entwickeln. Melde dich jederzeit für ein Erstgespräch.