Vielleicht gibt es Sätze…
die ganz leise in dir wirken – so leise, dass du sie kaum bemerkst. Gedanken wie: „Mit mir stimmt etwas nicht.“ „Andere sind besser als ich.“ „Ich bin nicht gut genug.“ Diese Sätze fühlen sich oft nicht wie Gedanken an, sondern wie Wahrheiten. Sie begleiten Entscheidungen, Beziehungen, Selbstwert und Mut – und beeinflussen, wie frei du dich im Leben bewegst. Doch diese Überzeugungen sind keine Fakten. Es sind Glaubenssätze, die du irgendwann gelernt hast.
Warum limitierende Glaubenssätze entstehen
Glaubenssätze entstehen früh. Oft nicht durch ein einzelnes Ereignis, sondern durch viele kleine Erfahrungen:
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wiederholte Kritik
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emotionale Zurückweisung
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Vergleiche
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hohe Erwartungen
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fehlende Bestätigung
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das Gefühl, sich anpassen zu müssen, um dazuzugehören
Dein inneres System zieht daraus Schlussfolgerungen, um dich zu schützen:„Wenn ich mich klein halte, werde ich nicht verletzt.“ „Wenn ich perfekt bin, werde ich akzeptiert.“ Diese Strategien waren einmal sinnvoll. Heute engen sie dich oft ein.
Mini-Übung: Den Glaubenssatz sichtbar machen
Nimm dir einen Moment und vervollständige innerlich den Satz: „Ich bin …“ Beobachte, was automatisch auftaucht – ohne es zu bewerten. Dann stelle dir eine zweite Frage: „Woher kenne ich diesen Satz?“ Diese Übung schafft Abstand. Denn ein Glaubenssatz verliert an Macht, sobald du erkennst:
Er ist gelernt – nicht wahr.
Gedankenarbeit mit piKVT & The Work
In meiner Arbeit schauen wir uns diese inneren Sätze behutsam an, zum Beispiel:
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„Ich bin falsch.“
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„Ich bin nicht gut genug.“
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„Ich genüge nicht.“
Mit Methoden aus der piKVT und The Work überprüfen wir sie Schritt für Schritt:
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Ist dieser Gedanke wirklich wahr?
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Wie fühlt sich dein Leben an, wenn du ihn glaubst?
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Wer wärst du ohne diesen Gedanken?
Aus „Ich bin falsch“ kann langsam werden: „Ich habe gelernt, mich so zu sehen – und darf das heute hinterfragen.“ Aus „Ich bin nicht gut genug“
entsteht: „Ich bin ein Mensch mit Stärken, Schwächen und Entwicklung.“Es geht nicht darum, dich „positiv umzuprogrammieren“. Sondern darum, innerlich freier zu werden.
Zum Mitnehmen
Limitierende Glaubenssätze definieren nicht, wer du bist. Sie zeigen nur, was du gelernt hast zu glauben. Du darfst lernen:
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dich nicht mehr über alte innere Stimmen zu definieren
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deinen Wert nicht ständig zu hinterfragen
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neue, stimmigere Gedanken zuzulassen
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dir selbst mit mehr Mitgefühl zu begegnen
Wenn du merkst, dass dich diese inneren Sätze im Alltag, in Beziehungen oder im Beruf klein halten, begleite ich dich in meiner Praxis in Ulm gerne dabei, sie Schritt für Schritt zu lösen. Melde dich jederzeit für ein Erstgespräch.